Weg mit den Wegwerfprodukten!

Juhuuuu! Im Oktober 2018 stimmte das EU-Parlament für ein Verkaufsverbot von Einweg-Kunststoffartikeln, wie z.B. Tellerm Besteck, Wattestäbchen und Trinkhalme! Bis 2021 sollen in der EU diese Produkte vom Markt genommen werden.

Jetzt schon anfangen

Für den Privatverbraucher aber insbesondere auch für die Massennutzer von Plastikprodukten müssen nun Alternativen her, unter anderem für Trinkhalme.

Unsere Empfehlung für den Privatgebrauch sind Trinkhalme aus Edelstahl oder auch Bambus. Das macht jeden Drink edel oder eben auch sehr naturverbunden.

Für Massennutzer wie Bars, empfehlen wir entweder auch Edelstahl-Trinkhalme oder Trinkhalme aus Papier oder PLA.

Den vollständigen Artikel zum EU-Entscheid findet man hier.

Vorbild im „Abschaffen“ von Plastik? Einige andere!

Das enorm-magazin listet einige Städte und Länder auf, die heute schon sehr fokussiert und gemeinschaftlich etwas gegen die Müllflut unternehmen.

Welches Land ich darunter vermisse? Deutschland..

Von Costa Rica, über Frankfreich, Neuseeland sogar bis Kenia und Neu-Delhi. Zahlreiche Länder sind weiter als Deutschland wenn es darum geht von Seiten Politik, Regierung und Verwaltung im Kampf gegen Plastik voranzuschreiten.

Costa Rica zum Beispiel will komplett auf Einwegplastik verzichten. Kenia stellt die Herstellung und Einfuhr von Plastiktüten unter Strafe. Neu-Delhi verbietet Einwegbecher aus Plastik – aus Gründen der Luftverschmutzung beim Verbrennen von Plastik, aber immerhin.

Es lässt sich natürlich darüber streiten, welcher Weg der Nachhaltigere ist: Verbote aufzustellen oder an die Selbstverpflichtung zu appelieren. Aber dennoch: schön, dass auf allen Erdteilen der Kampf gegen Plastik begonnen hat.

Der komplette Artikel vom enorm-magazin findet sich hier.

7-Punkte-Plan für weniger Müll im Meer

Im Beitrag des Umweltbundesamts werden sieben Empfehlungen des EPA-Netzwerkes genannt, die helfen sollen die Plastikvermülllung des Meeres zu vermeiden. Das EPA-Netzwerk ist dabei ein Netzwerk der europäischen Umweltagenturen.

Der unserer Meinung nach wichtigste Punkt dieser Liste ist der allererste, nämlich „Müllvermeidung hat oberste Priorität“. Damit meinen sie Alternativen zu Wegwerfartikeln zu entwickeln.

Natürlich ist es sehr wichtig, die bestehende Verschmutzung einzudämmen und zu reduzieren, allerdings ist es zukunftsorientierter zusätzlich darüber nachzudenken, wie überhaupt verhindert werden kann, die Meere (und natürlich auch das Land) so zu verschmutzen.

Jeder von uns kann dazu beitragen, in dem man weniger plastik-verpackte Produkte kauft und lieber mal eine Stofftasche von zuhause mitnimmt als immer wieder neue Plastiktüten zu verwenden. Allerdings sollten eben auch Alternativen entwickelt werden, um die Plastik-Produktion generell zu reduzieren.

Die gesamte Liste und weitere Infos findet man hier.

Als Auszug der Meldung die sieben Empfehlungen des EPA-Netzwerkes:

  • Müllvermeidung hat oberste Priorität. Die IG Plastics fordert dazu auf, Alternativen zu Wegwerfartikeln wie Einmal-Kaffee-Bechern zu entwickeln.
  • Müll Management: EU-Mitgliedsstaaten sollten sich weitreichende Ziele setzen, die in einem definierten Zeitrahmen erreicht werden.
  • Öffentliche Vergabe nach Umweltprinzipien: Vorzug für Produkte, die haltbar sind, einfach wiederzuverwenden, reparierbar und recycelbar. Ausschreibungen sollten Produkten den Vorzug geben, die Rezyklate enthalten.
  • Standardisierung spielt eine wichtige Rolle in der Produktregulierung.
  • Recycling: Getrenntsammlung verschiedener Müllarten und deren Recycling sollte erhöht werden.
  • Pfandsysteme: Ausweitung der Pfandsysteme auf Plastikflaschen, aber auch auf andere Produkte wie
    Fischereibedarf (Netze) oder Landwirtschaftsfolien.
  • Bio-Plastik: Die IG Plastics unterstützt Bioplastik nicht, da sie derzeit nicht als umweltfreundlich gelten können.
  • Was ist eigentlich „100% recyclebar“ und was „abbaubar“?

    Die Verbraucherzentrale veröffentlichte auf dieser website zahlreiche Informationen über Plastik und seine Gefahren.

    Wie kommt der Müll eigentlich ins Meer?

    Wussten Sie zum Beispiel, wie Plastik ins Meer gelangt? Einerseits durch illegale Entsorgungen von Schiffen, verlorene Ladungen (welche zusammen ca. 20% der Meeresverschmutzung ausmachen), aber der Grossteil gelangt durch Abfälle, die am Ufer zurückgelassen werden, durch Abwässer aber auch durch den Wind ins Meer (z.B. Plastiktüten).

    Auch Urlauber, die ihren „westlichen Lebensstil“ in touristisch attraktive Gebiete pflegen, tragen wesentlich zur Vermüllung der Umwelt bei.

    Unterschied zwischen recyclebar und abbaubar

    Gemäss Verbraucherzentrale ist der Unterschied wie folgt:

    Aufdruck: „100% recyclebar“ = Sofern diese Tüte richtig entsorgt wird, nämlich über die Gelbe- bzw. Wertstoff-Tonne, kann der Kunststoff eingeschmolzen und zu neuen Produkten verwandelt werden.

    Wird die Tüte aber in die Umwelt geworfen, so zersetzt sie sich allenfalls zu Mikroplastikteilchen. Wirft man sie in die Tonne für den Restmüll, wird sie verbrannt; auch Kunststoffe, die in der Gelben Tonne landen, werden häufig verbrannt, weil sie durch anderen Müll stark verschmutzt sind und das Recycling von Kunststoffen oft teurer ist als neue Produkte aus Erdöl herzustellen.

    Audruck: „grundwasserneutral“ = Die Tüte gibt keine schädlichen Chemikalien ab wenn sie in der Umwelt liegt. Sie baut sich aber auch so gut wie nicht ab. Dies ist kein Argument dafür, dass eine Tüte umweltfreundlich ist.

    Aufdruck: „abbaubar“ = Die Kontrolle erfolgt nur optisch, d.h. wenn nichts mehr von dem Kunststoff zu sehen ist, gilt er als abgebaut. Trotzdem kann er noch als kleine Plastikteilchen vorliegen, die mit bloßem Auge nicht mehr zu erkennen sind.

    Weitere Infos, z.B. darüber wie lange es dauert bis Plastik abgebaut wird, etc. findet man auf der Originalwebsite der Verbraucherzentrale.

    Trinkhalme in den Top 10 der Plastik-Artikel, die an Stränden am häufigsten gefunden werden

    Plastik im Meer ist eines der grössten Probleme unserer Zeit, das auch unsere Zukunft massgeblich beeinflussen wird.

    Über 150 Millionen Tonnen belasten mittlerweile die Meere und schädigen damit die Meersflora und -fauna, der Wirtschaft, der menschlichen Gesundheit und dem Klima.

    Fast 50% von den Abfällen sind Einwegkunststoffprodukte und auf Platz 7 dieser sind neben Besteck und Rührstäbchen auch Trinkhalme.

    Jeder von uns kann dazu beitragen weniger Plastik-Müll zu produzieren und anstatt Plastik-Trinkhalmen umweltschonendere Alternativen zu nutzen, wie z.B. Trinkhalmen aus Edelstahl oder Bambus.

    Mehr Fakten, Auswirkungen und den neuen EU-Regeln zu Palstik im Meer findet man hier.